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30.09.2008 - Verdi will Call-Center-Mitarbeiter über ihre Rechte aufklären

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Berlin (AFP) - Die Dienstleisungsgewerkschaft Verdi will Beschäftigte von Call-Centern mit einer deutschlandweiten Kampagne über ihre Rechte am Arbeitsplatz informieren. Insbesondere gehe es dabei um die Themen Lohn, Tarifverträge, Arbeitszeit und innerbetriebliche Mitbestimmung, teilte Verdi am Dienstag in Berlin mit. Mit der Kampagne richte sich die Gewerkschaft vor allem an die Beschäftigten branchenunabhängiger Call-Center. Hier sei für fast alle Arbeitnehmer die Entlohnung ein Problem, teilte Verdi mit.

Die Monatslöhne bei unabhängigen Call-Centern seien häufig so niedrig, dass die Beschäftigten "zusätzlich ergänzende staatliche Leistungen" wie Hartz IV beantragen müssten, erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Petra Gerstenkorn. Vielerorts gebe es keine Tarifverträge, der Grundlohn liege meist nur zwischen 5,50 Euro und sieben Euro zuzüglich leistungsabhängiger Prämien. Weitere zentrale Themen der Kampagne seien die Themen Ausbildung, Qualifizierung und Gesundheitsbestimmungen für die Arbeit vor dem Computerbildschirm, teilte Verdi mit.

(30.09.2008 / Quelle: © 2008 AFP)