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23.09.2008 - SMS im EU-Ausland soll maximal elf Cent kosten

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Brüssel (AFP) - Das Versenden von SMS-Textnachrichten im europäischen Ausland soll deutlich billiger werden. Pünktlich zu den Sommerferien im kommenden Jahr solle die Gebühr für ein SMS auf maximal elf Cent begrenzt werden, kündigte die EU-Kommissarin für Medien und Telekom, Viviane Reding, in Brüssel an. Zu diesem Betrag kommt dann noch die Mehrwertsteuer, die in Deutschland bei 19 Prozent liegt. Derzeit zahlen Handy-Benutzer im EU-Ausland durchschnittliche 29 Cent für ein SMS.

Die EU-Volksvertretung hatte bereits eine Absenkung der SMS-Gebühren gefordert; sie dürfte somit rasch grünes Licht geben. Die CDU-Europaabgeordnete Erika Mann begrüßte den Vorschlag als verbraucherfreundlich. Allerdings müsse sichergestellt werden, dass die Telekom-Betreiber nicht zum Ausgleich die nationalen Grundgebühren anheben. "Dies würde Verbraucher letztlich benchteiligen."

Pro Jahr werden in der EU nach Kommissionsangaben 2,5 Milliarden SMS über nationale Grenzen hinweg geschrieben. Deutsche Handynutzer zahlen nach Kommissionsangaben in Spanien oder anderen EU-Ländern für eine Textnachricht derzeit mindestens 40 Cent - anstelle von durchschnittlich 19 Cent im Inland.

(23.09.2008 / Quelle: © 2008 AFP)