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18.09.2008 - Migrationshintergrund hat kaum Einfluss auf Internetnutzung

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Internet-Nutzer
Berlin (AFP) - Der Migrationshintergrund spielt bei der Nutzung des Internets keine entscheidende Rolle. Menschen mit ausländischen Wurzeln nutzen das weltweite Netz nicht seltener als andere, wie aus einer Studie der Initiative D21 hervorgeht. Entscheidender für die Internetnutzung sind demnach vielmehr andere Faktoren wie das Alter. So etwas wie eine "Parallelgesellschaft" gebe es in diesem Bereich nicht, erklärte das Präsidiumsmitglied der Initiative D21, Alf Henryk Wulf. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), forderte, die Rolle der Medien bei der Integration nicht zu unterschätzen.

Menschen ohne Migrationshintergrund nutzen das Internet der Studie zufolge sogar am wenigsten. Unter ihnen liegt der Anteil der Internetnutzer nur bei 64,3 Prozent, während er bei Menschen mit eigener Migrationserfahrung (66,8 Prozent) und Migrationserfahrung der Eltern (75,3 Prozent) höher liegt. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass die Befragten ohne Migrationshintergrund im Durchschnitt zehn Jahre älter sind. Je älter die Menschen sind, desto weniger nutzen sie aber das Internet.

Die Ergebnisse entspringen einer Sonderauswertung des im Auftrag der Initiative D21 von TNS Infratest erstellten "(N)onliner Atlas 2008". Für die deutschlandweit größte Studie dieser Art wurden 50.000 Interviews geführt. Die Initiative D21 ist ein Netzwerk aus 200 Unternehmen und Institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die Informationsgesellschaft in Deutschland zu stärken.

(18.09.2008 / Quelle: © 2008 AFP)