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10.09.2008 - Forschungszentrum von Blackberry-Hersteller RIM in Bochum eröffnet

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Bochum (AFP) - Der kanadische Hightech-Konzern Research in Motion (RIM) hat am Mittwoch in Bochum sein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet. Der Hersteller der Blackberry-Handys will in einem ersten Schritt in der Ruhrgebietsstadt 150 Mitarbeiter beschäftigen, wie das Düsseldorfer Wirtschaftsministerium mitteilte. Der Standort solle jedoch nach derzeitigen Planungen des Unternehmens auf bis zu 500 Beschäftigte ausgebaut werden. RIM gilt weltweit als einer der führenden Hersteller für mobile Kommunikation und wird sich den Angaben zufolge in Bochum auf die Entwicklung von Hard- und Software für Smartphones konzentrieren.

Dazu will das kanadische Unternehmen laut Ministerium im ersten Jahr 45 Millionen US-Dollar (31,8 Millionen Euro) in seinen neuen Entwicklungsstandort investieren. "Das ist ein guter Tag für das Ruhrgebiet und Bochum", erklärte Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) anlässlich der Eröffnung. RIM bereichere die Informations- und Telekommunikationsbranche in dem Bundesland, die zu den "wichtigsten Innovations- und Wachstumstreibern" gehöre.

An Rhein und Ruhr gibt es rund 14.000 Unternehmen der Branche, die mehr als 61,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Davon entfallen allein 51,8 Milliarden Euro auf die Telekommunikation - mit der Deutschen Telekom sowie den drei Mobilfunkanbietern T-Mobile, Vodafone und E-Plus sind die bundesweit führenden Telekommunikationsunternehmen in NRW ansässig. Auch RIM hatte im Frühjahr als Grund für seine Ansiedlung in Bochum die Nähe zu Großkunden wie Vodafone in Düsseldorf und T-Mobile in Bonn genannt. Eine Rolle habe auch die Nähe zur Bochumer Ruhr-Universität und damit zu universitärer Forschung gespielt.

Dagegen hatte Bochum zur Jahresmitte die Schließung des Nokia-Werks mit 2300 Beschäftigten hinnehmen müssen. Nach langen Verhandlungen verständigten sich das Land und der finnische Handykonzern allerdings im Juli auf einen millionenschweren Pakt zur Wirtschaftsförderung in der Region. Bereits Anfang April hatten sich der Handybauer und der Betriebsrat auf einen Sozialplan im Volumen von 200 Millionen Euro für die betroffenen Mitarbeiter geeinigt.

(10.09.2008 / Quelle: © 2008 AFP)