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21.08.2008 - Telekom-Billigmarke Congstar will fremdgehen

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Congstar-Firmenzentrale in Köln
Düsseldorf/Bonn (AFP) - Die Billigmarke der Deutschen Telekom, Congstar, will auch mit Konkurrenten ihres Mutterkonzerns zusammenarbeiten. "Wir werden künftig per Ausschreibung entscheiden, von welchem Anbieter wir das Netz nutzen", sagte Congstar-Geschäftsführer Alexander Lautz dem "Handelsblatt". Wenn also Rivalen wie etwa die Anbieter Arcor oder Telefónica mit ihren Netzen bessere Preise böten, würde Congstar weniger Leistungen bei der Telekom einkaufen. Treu bleiben will Congstar allerdings T-Mobile: Die Handyangebote des Discounters sollen weiter über die Telekom-Mobilfunk-Tochter laufen.

Vertragsverhandlungen mit einem Konkurrenten laufen den Angaben zufolge bereits, noch in diesem Jahr solle die erste Fremdkooperation starten. Congstar, das 2007 gestartet ist, hat diese Freiheiten an sich bereits von Anfang an, will sie aber erst jetzt nutzen. Die Verhandlungen mit Konkurrenten seien aber "kein Kulturumschwung", sagte ein Telekom-Sprecher. Congstar müsse als Discounter "bestimmte Preispunkte erreichen" - das sei nicht immer zu erzielen, wenn die Tochter die Vorleistungen der Telekom einkaufe. Congstar werde daher auf eine Mischung beim Einkauf der Netze und Kapazitäten setzen.

Congstar, das Internet-, Telefon- und Mobilfunkanschlüsse anbietet, ist ein sogenannter Reseller: Die Tochter des ehemaligen Monopolisten hat keine eigenen Netze, sondern kauft Leistungen in großen Umfang bei anderen Betreibern ein und bietet diese den Kunden dann billiger an.

(21.08.2008 / Quelle: © 2008 AFP)