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15.08.2008 - Mutmaßlicher Dieb der Bankdaten stellt sich der Polizei

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CD und Diskette mit Daten
Mönchengladbach (AFP) - Im Skandal um die unerlaubte Weitergabe von Kontodaten tausender Verbraucher hat sich der mutmaßliche Daten-Dieb der Polizei gestellt. Der Mann habe bei der Polizei in Hannover eine Aussage gemacht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach. Einzelheiten seien allerdings noch nicht bekannt, da die Abschrift der Aussage noch ausgewertet werden müsse.

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung hat der Mann zwölf Jahre lang im Geschäft mit Telefonwerbung gearbeitet. Vor zwei Jahren habe er Kundendaten der Süddeutschen Klassenlotterie auf CD gebrannt. "Es waren bis zu 2,5 Millionen Datensätze - ich habe sie dreimal verkauft", zitiert die Zeitung den mutmaßlichen Dieb. Aus den Daten seien dann die 17.000 Datensätze mit Kontoverbindungen gefiltert worden.

Den Skandal ins Rollen gebracht hatte eine CD-Rom mit persönlichen Informationen wie Namen, Adressen, Telefonnummern und Kontonummern von rund 17.000 Bundesbürgern. Der Datenträger war der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein nach deren Angaben am Montag zugespielt worden war. Die CD-Rom steht demnach in Zusammenhang mit Werbeanrufen eines Glücksspielanbieters und illegalen Kontoabbuchungen bei Verbrauchern in den vergangenen Wochen. Entsprechende Beschwerden hatten sich zuletzt bei Verbraucherzentralen im gesamten Bundesgebiet gehäuft.

(15.08.2008 / Quelle: © 2008 AFP)