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15.08.2008 - BA vermittelt offenbar illegale Jobs bei Lotto-Call-Centern

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Bundesagentur für Arbeit
Berlin (AFP) - Die Bundesagentur für Arbeit vermittelt einem Zeitungsbericht zufolge illegale Jobs bei Lotto-Call-Centern. In ihrer Jobbörse finden sich rund 50 Inserate mit entsprechender Stellenbeschreibung, wie die Berliner "taz" berichtet. Die Bundesagentur für Arbeit kündigte gegenüber dem Blatt an, den Hinweisen nachzugehen. Die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Sabine Leutheusser-Schnarrenberger kritisierte, es sei "überhaupt nicht nachvollziehbar", dass auf den Seiten der Bundesagentur Stellen mit offen gesetzeswidriger Arbeitsplatzbeschreibung zu finden seien.

"Die Bundesagentur wird sich nicht auf den Standpunkt zurückziehen können, sie besitze keine Verantwortung für die bereit gestellten Inhalte", sagte Leutheusser-Schnarrenberger der "taz". Auch Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert forderte Konsequenzen. "Die Bundesagentur muss das sofort prüfen", sagte Weichert dem Blatt. "Es spricht vieles dafür, dass hier unzulässige Tätigkeiten vermittelt werden." Wenn sich der Verdacht bestätigte, müssten die Angebote "sofort herausgenommen werden".

Täglich würden derzeit im Durchschnitt 16.221 neue und aktualisierte Stellenangebote eingestellt, erklärte die Bundesagentur für Arbeit laut "taz". Man habe daher die Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Angebote in der Jobbörse intensiviert. Ein Team sei damit beauftragt, mehrmals täglich sowie am Wochenende Überprüfungen vorzunehmen, sagte eine Sprecher der Zeitung.

Telefonische Lottowerbung ohne Einverständnis der Verbraucher ist nach dem Wettbewerbsgesetz und dem seit Januar 2008 gültigen Glücksspielstaatsvertrag verboten. Verbraucherzentralen in ganz Deutschland registrierten laut "taz" in den letzten Monaten jedoch einen erheblichen Anstieg an Beschwerden über diese Art der Telefonbelästigung.

(15.08.2008 / Quelle: © 2008 AFP)