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14.08.2008 - Nach Bankdaten-Skandal Razzia auch bei Lübecker Callcenter

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Mann vor seinem Computer
Lübeck (AFP) - Im Skandal um die unerlaubte Weitergabe von Kontodaten tausender Verbraucher haben Ermittler auch in Lübeck die Räume einer Callcenter-Firma durchsucht. Bei der Razzia seien mehrere Computer und Laptops sowie Daten-CDs sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der Lübecker Staatsanwaltschaft. Diese müssten nun analysiert werden. Es bestehe der Verdacht, dass das Callcenter in der Hansestadt sich zu kommerziellen Zwecken unbefugt Daten beschafft habe - und zwar von einer Firma in Viersen, deren Räume von der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ebenfalls durchsucht worden waren.

Erhärte sich der Verdacht, drohten den Verantwortlichen bis zu zwei Jahre Haft. Die Ermittlungen ins Rollen gebracht hatte eine CD mit persönlichen Informationen wie Namen, Adressen, Telefonnummern und Kontonummern von rund 17.000 Bundesbürgern, die der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein nach deren Angaben am Montag zugespielt worden war. Die CD steht demnach im Zusammenhang mit Werbeanrufen eines Glücksspielanbieters und illegalen Kontoabbuchungen bei Verbrauchern in den vergangenen Wochen. Entsprechende Beschwerden hätten sich zuletzt bei Verbraucherzentralen im gesamten Bundesgebiet gehäuft.

(14.08.2008 / Quelle: © 2008 AFP)