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11.08.2008 - Europäer sollen mehr von ihrer Kultur im Internet finden

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Bibliothek im Centre Georges Pompidou in Paris
Brüssel (AFP) - Die Europäer sollen auf ihre Kulturgüter wie Bücher und Musik nach Vorstellungen der EU-Kommission in weit größerem Umfang als bisher über das Internet zugreifen können. Dafür müssten öffentliche und private Einrichtungen in den Mitgliedstaaten allerdings weit mehr Geld in die Digitalisierung solcher Inhalte investieren, erklärte die Behörde in Brüssel. So sind laut Kommission beispielsweise von den mehr als 2,5 Milliarden Büchern in den Bibliotheken Europas bisher nur etwa ein Prozent auch in digitaler Form gespeichert.

Seit Juli 2007 wird unter Leitung der Königlichen Bibliothek in den Niederlanden die europäische digitale Bibliothek Europeana aufgebaut. Ziel ist eine über das Internet abrufbare Datenbank, die Zugriff auf Bücher, Bilder, Musik, Filme, Karten und Zeitungen erlaubt. Zum Start in diesem Herbst soll Europeana etwa zwei Millionen Dateien enthalten, bis 2010 soll der Bestand auf zehn Millionen Kulturträger wachsen.

Die EU wird in den kommenden zwei Jahren den Aufbau digitaler Bibliotheken und den elektronischen Zugang zur Kultur mit etwa 120 Millionen Euro fördern. Eine Digitalisierung größerer Bestände wäre weit teurer. Für fünf Millionen Bücher entstünden laut Kommission beispielsweise Kosten von schätzungsweise 225 Millionen Euro.

(11.08.2008 / Quelle: © 2008 AFP)