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29.07.2008 - US-Senator: China plant Lauschangriff auf Olympia-Besucher

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Washington (AFP) - Ein einflussreicher US-Senator hat der chinesischen Führung vorgeworfen, Gäste der Olympischen Spiele in Peking per Internet-Lauschangriff in Hotels ausspionieren zu wollen. "Chinas Regierung hat ein Spionagesystem installiert, um Infomationen über jeden Gast in Hotels für Olympia-Besucher zu sammeln", sagte der Republikaner Sam Brownback am Dienstag in Washington. Betroffen von der "intensiven nachrichtendienstlichen Tätigkeit" des chinesischen Geheimdienstes seien "Journalisten, Angehörige von Athleten, Menschenrechtsaktivisten und andere Besucher".

Brownback berichtete, Menschenrechtsaktivisten aus China hätten ihn über die geplanten Lauschaktionen informiert. Auf Anfrage hätten ihm "mehrere internationale Hotelketten" bestätigt, dass sie von Behörden angewiesen worden seien, Computer-Software und Hardware zur Überwachung von Internetaktivitäten zu installieren. "Sie wollten das nicht tun", sagte Brownback. "Sie werden aber gezwungen, es zu tun." Die Maßnahmen seien ein eklatanter Verstoß gegen den "Olympischen Geist", kritisierte der Senator.

Brownback sagte nicht, welche Hotelketten von den Maßnahmen betroffen seien. Die chinesische Botschaft in Washington wollte zunächst zu den Vorwürfen nicht Stellung nehmen. Brownback ist ein Wortführer des christlich-konservativen Flügels der US-Republikaner. Er ist ein scharfer Kritiker der kommunistischen Führung in Peking.

(29.07.2008 / Quelle: © 2008 AFP)