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25.07.2008 - Gericht bestätigt Haftstrafe für Japans Ex-Börsenstar Horie

Horie
Tokio (AFP) -
Das Oberste
Gericht Japans hat die zweieinhalbjährige Haftstrafe
gegen den einstigen Börsenstar Takafumi Horie
bestätigt. Damit wies das Gericht einen Einspruch
des Gründers des japanischen Skandalunternehmens
Livedoor gegen seine Verurteilung wegen Bilanzfälschung
zurück. Der 35-Jährige gilt als Verantwortlicher
für den Livedoor-Skandal, der Anfang 2006 in Japan
beispiellose Turbulenzen ausgelöst hatte. Nachdem die
Ermittlungen bekannt geworden waren, musste die Börse
in Tokio erstmals in ihrer Geschichte den Handel aussetzen:
Eine Flut von Verkaufsanträgen hatte das Computersystem
völlig überfordert.Der Jungunternehmer hatte in kürzester Zeit etliche Firmen aufgekauft und ein mächtiges Internet-Imperium aufgebaut. Um dieses zu retten, hatte er nach Überzeugung des Gerichts einen Millionenverlust kurzerhand in einen Milliardengewinn umdeklariert. Nach seiner Verurteilung in erster Instanz hatte Horie im März 2007 umgehend Berufung eingelegt und war gegen die Zahlung von 500 Millionen Yen (3,22 Millionen Euro) auf freien Fuß gekommen. Er hatte bis zuletzt seine Unschuld beteuert.
(25.07.2008 / Quelle: © 2008 AFP)