News-Archiv


24.07.2008 - Arzneien im Internet leicht ohne notwendiges Rezept zu haben

Vorherige Newsmeldung Nächste Newsmeldung

Versandhausapotheke
Berlin (AFP) - Der Versand verschreibungspflichtiger Medikamente ohne Vorlage eines Rezepts ist bei Internethändlern offenbar gängige Praxis. Eine Studie der europäischen Organisation für den sicheren Zugang zu Medikamenten (EAASM) ergab, dass etwa 90 Prozent der 116 getesteten Internetanbieter den Versand verschreibungspflichtiger Medikamente ohne Rezept anboten. Außerdem seien mehr als 60 Prozent der gelieferten Arzneimittel verfälscht gewesen. "Auch diese Studie zeigt: Im Internet werden Arzneimittel verramscht, und Fälschungen sind an der Tagesordnung", erklärte die Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Magdalene Linz, in Berlin.

Linz forderte, es sei ein "Gebot des Verbraucherschutzes, den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu verbieten". Für die EAASM-Studie hatten die Tester bei den Internethändlern jeweils 18 verschiedene gängige Arzneien wie Mittel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Demenz, Asthmamittel und Lifestyle-Medikamente bestellt.

Verbraucher können beim Arzneikauf im Internet auf das Gütesiegel vom Bundesverband Deutscher Versandapotheken achten. Außerdem geben die Behörden der Bundesländer Auskunft, ob eine bestimmte Versandapotheke tatsächlich eine entsprechende Genehmigung hat.

(24.07.2008 / Quelle: © 2008 AFP)