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23.07.2008 - 4000 Stellen bei der Telekom in diesem Jahr auf der Kippe

Belegschaft der Telekom
"Wenn wir nicht wieder zum Wachstum zurück finden, wird sich der Stellenabbau wie in den vergangenen Jahren fortsetzen", sagte der T-Systems-Sprecher. Seit 2005 seien in der Geschäftskundensparte Jahr für Jahr mehrere tausend Stellen weggefallen. Dabei habe es bereits jeweils auch betriebsbedingte Kündigungen gegeben. Deren Zahl werde in diesem Jahr jedoch womöglich deutlich höher ausfallen als bislang. Hintergrund des Stellenabbaus sei ein Sparprogramm bei T-Systems, das bereits seit Anfang 2008 laufe, erklärte Telekom-Personalchef Thomas Sattelberger. Das Tochterunternehmen müsse wieder zu mehr Profitabilität finden. T-Systems beschäftigt weltweit insgesamt rund 56.500 Mitarbeiter.
Um den Stellenabbau voranzutreiben, sollen die T-Systems-Mitarbeiter ab September mit einem Abfindungsprogramm zum freiwilligen Ausstieg aus dem Unternehmen bewegt werden, erklärte Sattelberger. Laut T-Systems-Personalchef Matthias Schuster will T-Systems neben den Geldzahlungen ausstiegswillige Mitarbeiter bei der Suche nach einem Arbeitsplatz unterstützen.
Wie viele Stellen genau wegfielen, hänge von der weiteren Geschäftsentwicklung von T-Systems ab, sagte der T-Systems-Sprecher. Die Geschäftskundensparte habe im vergangenen Jahr einen Verlust von 323 Millionen Euro eingefahren. Die Umsätze schrumpfen demnach seit Jahren konstant.
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bezeichnete den angekündigten Stellenabbau als "unglaubliche Provokation". Der Konzernvorstand habe "die letzten Hemmungen verloren", erklärte Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder. Die Telekom wolle mit ihren Ankündigungen offenbar die Öffentlichkeit auf weitere Kündigungen in Zukunft vorbereiten.
Den Kaufpreis für die DeTeImmobilien teilte der Bonner Konzern nicht mit. Die DeTeImmobilien hat einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro pro Jahr. Ihr größter Kunde ist die Telekom.
(23.07.2008 / Quelle: © 2008 AFP)



