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23.07.2008 - Gewerkschaften kritisieren geplanten Stellenabbau bei T-Systems

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Berlin (AFP) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat den geplanten Stellenabbau bei der Telekom-Tochter T-Systems heftig kritisiert. Der angekündigte Abbau sei eine "unglaubliche Provokation", erklärte Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder am Mittwoch in Berlin. Der Konzervorstand habe "die letzten Hemmungen verloren". Die Telekom wolle mit ihren Ankündigungen offenbar die Öffentlichkeit auf weitere Kündigungen in Zukunft vorbereiten und sich immer mehr von sozialverträglichen Lösungen verabschieden, erklärte Schröder.

Die Telekom hatte am Mittwoch angekündigt, dass in ihrer Geschäftskundensparte T-Systems in diesem Jahr bis zu 4000 Stellen abgebaut werden könnten. Dabei wird es Unternehmensangaben zufolge womöglich auch betriebsbedingte Kündigungen in einem weitaus größeren Umfang geben als in den Jahren zuvor.

Auch die Kommunikationsgewerkschaft DPVKOM reagierte mit Unverständnis auf die Ankündigungen der Telekom. Der geplante Stellenabbau zeige "einmal mehr, dass die Beschäftigten die Leidtragenden von Fehlern der Unternehmensleitung sind", erklärte DPVKOM-Vizechef Horst Sayffaerth. Hätte sich das Management von T-Systems in den vergangenen Jahren stärker an den Bedürfnissen der Kunden orientiert, wäre jetzt kein Abbau nötig. Anstatt Stellen wegfallen zu lassen, solle das Unternehmen jetzt in die Offensive gehen, sich verstärkt um die Kunden kümmern und neue Produkte anbieten. Dadurch könne T-Systems seine wirtschaftliche Situation verbessern und Arbeitsplätze sichern, erklärte Sayffaerth.

(23.07.2008 / Quelle: © 2008 AFP)