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18.07.2008 - Siemens-Chef will an deutschen Bahn-Werken festhalten

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Löscher
München (AFP) - Im Streit um den Abbau tausender Stellen in Deutschland bewegt sich Siemens-Chef Peter Löscher offenbar auf die Arbeitnehmer zu. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, will Löscher bei der Sanierung der Verkehrstechniksparte auf Werksschließungen in Deutschland verzichten und sich stattdessen vom Bahntechnik-Werk in Prag mit rund 1000 Beschäftigten trennen. Dieses Werk solle verkauft oder geschlossen werden, hieß es demnach nach einem Treffen der Siemens-Arbeitsgruppe "Mobility in Motion", in der Arbeitnehmervertreter über die Eckpunkte des Sanierungskonzepts für die Bahnsparte informiert wurden.

In den vergangenen Tagen seien Löscher und IG-Metall-Chef Berthold Huber zu einem geheimen Treffen zusammengekommen, schreibt die "SZ" weiter. Seither komme Bewegung in den festgefahrenen Streit um den Abbau von mehr als 5000 Stellen in Deutschland. Eine Einigung sei aber noch nicht in Sicht. Nicht verhindern könnten die Betriebsräte offenbar, dass in der Verkehrssparte "Mobility" hunderte Arbeitsplätze in Deutschland wegfielen. Vor allem am Standort Krefeld-Uerdingen, in dem unter anderem Hochgeschwindigkeitszüge für China und Russland hergestellt werden, stehen laut "SZ" 200 der 2000 Arbeitsplätze auf der Kippe.

(18.07.2008 / Quelle: © 2008 AFP)