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17.07.2008 - EU-Kommission: Die meisten Klingelton-Anbieter sind unseriös

Mobiltelefonnutzer
Auf jeder zweiten Internetseite wurden Kunden über die Kosten irregeführt. So seien Preise bei vielen Anbietern versteckt oder gar nicht ausgezeichnet. Gerade Kinder lüden dann scheinbar "kostenlose" Klingeltone auf ihr Mobiltelefon, kritisierte Kuneva. Bei mehr als 70 Prozent der Webseiten fehlten zudem von der EU vorgeschriebene Angaben zum Anbieter. Klingeltöne sind ein rasant wachsender Markt: Der europaweite Umsatz betrug im vergangenen Jahr schätzungsweise 691 Millionen Euro.
Trotz des weit verbreiteten Missbrauchs hält Kuneva schärfere Gesetze nicht für nötig. Die bulgarische Kommissarin rief die Mitgliedstaaten auf, das geltende Recht anzuwenden und möglichst schnell beanstandete Webseiten zu schließen. Sie werde nicht zögern, Verfahren gegen EU-Länder einzuleiten, die diesem Aufruf nicht nachkämen, sagte die Kommissarin. Ende September will Kuneva beim Treffen der für Wettbewerbsfragen zuständigen Ministern Druck machen.
(17.07.2008 / Quelle: © 2008 AFP)



