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30.06.2008 - Fusion von France Télécom mit TeliaSonera geplatzt

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Paris (AFP) - Die Fusion von France Télécom mit dem skandinavischen Konkurrenten TeliaSonera zum viertgrößten Telekom-Betreiber der Welt ist geplatzt. France Télécom zog das Angebot am Montag zurück, wie das Unternehmen in Paris mitteilte. "Dieses Projekt ist für die Umsetzung unserer Strategie nicht unabdinglich." Laut TeliaSonera war France Télécom nicht bereit, sein Anfang Juni unterbreitetes Kaufangebot von gut 30 Milliarden Euro zu verbessern. TeliaSonera war 2002 aus den ehemals staatlichen Telefonunternehmen in Schweden und Finnland hervorgegangen.

Die Börse begrüßte den Rückzug von France Télécom aus dem Übernahmeprojekt. Die Aktie des Unternehmens legte bis zum frühen Nachmittag in Paris um über sieben Prozent auf 18,75 Euro zu. Durch die Aufgabe des Projekts zeige die Führung von France Télécom, dass sie nicht auf "eine Politik der Größe um jeden Preis" setze, erklärten die Analysten des Finanzhauses Crédit Mutuel-CIC. Auch die Experten von Dexia Securities sahen den Schritt kurzfristig als positiv. Er könne aber mittelfristig für Unruhe bei den Investoren sorgen, weil France Télécom Zukäufe brauche.

Die Aktie von TeliaSonera fiel dagegen nach dem Rückzug von France Télécom um über 13 Prozent. Die schwedische Regierung zeigte sich überzeugt, weiter binnen zwei Jahren den Rückzug aus dem Unternehmen zu schaffen. Er könne noch nicht sagen, wer als möglicher Käufer für den Staatsanteil von 37,3 Prozent in Frage komme, erklärte Finanzminister Mats Odell. "Wir werden sicherlich später ein Angebot erhalten. Wir haben bereits Hinweise, aber wir wollen uns dazu heute nicht äußern." Die finnische Regierung mit einem Anteil von 13,7 Prozent erklärte, sie habe weiter "vollstes Vertrauen" in das skandinavische Unternehmen.

(30.06.2008 / Quelle: © 2008 AFP)