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28.06.2008 - Obermann will sich bei möglichen Spitzelopfern entschuldigen

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Hamburg (AFP) - Telekom-Chef René Obermann will sich mit Blick auf die Spitzelaffäre im Unternehmen bei möglichen Opfern entschuldigen, schließt persönliche Konsequenzen aber aus. Zwar stehe er mit dem Konzern zur Zeit "mitten im Feuer", er habe sich aber persönlich nichts vorzuwerfen, sagte Obermann dem "Spiegel". Sollte sich im Laufe der Ermittlungen bestätigen, dass weitere Journalisten, Manager oder Aufsichtsräte bespitzelt wurden, will sich Obermann dem Bericht zufolge "im Namen des Unternehmens" auch bei denen persönlich entschuldigen. "Jetzt nur allgemeine Floskeln vorzubringen, ohne zu wissen, wer eventuell noch betroffen war, macht für mich keinen Sinn", sagte Obermann.

Obermann verteidigte zudem erneut sein persönliches Vorgehen, nachdem er im August 2007 von einem T-Mobile-Mitarbeiter über einen ersten Datenmissbrauchsfall unterrichtet worden war. Eine Unterrichtung der Staatsanwaltschaft sei nicht notwendig gewesen, weil der Vorstand nach den damaligen Kenntnissen von einem Einzelfall ausging. Den Vorfall zu veröffentlichen "wäre vielleicht meinem Renommee zuträglich gewesen, hätte der Firma und ihren Mitarbeitern aber massiv geschadet, und wir hätten nicht so schnell Konsequenzen ziehen können", sagte Obermann dem Bericht zufolge.

(28.06.2008 / Quelle: © 2008 AFP)