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18.06.2008 - Neun Millionen Deutsche stellen Privatdaten ins Internet

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Berlin (AFP) - Jeder zehnte Deutsche gibt Daten zur Person im Internet preis. Schon neun Millionen Bundesbürger hätten ein eigenes Profil bei einer Online-Community, erklärte der IT-Branchenverband BITKOM unter Hinweis auf eine Forsa-Studie am Mittwoch in Berlin. Das seien ein Fünftel mehr als noch im Vorjahr. Zahlreiche Nutzer träten nicht unter Pseudonym, sondern mit vollem Namen und realen Kontaktdaten auf. Jeder sechste Internetnutzer gebe bei einem sozialen Netzwerk über sich Auskunft. Die Communities seien damit beliebter als eigene Webseiten oder die als Blogs bekannten Internettagebücher.

Persönliche Profile bei sozialen Netzwerken seien die insgesamt beliebteste Art, sich im Web zu präsentieren, erklärte BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Er riet zu vorsichtigem Umgang mit persönlichen Daten im Internet. Community-Nutzer sollten sehr aufmerksam festlegen, welche persönlichen Daten sie preisgeben wollten. Abseits des Internets würden die meisten Menschen Unbekannten kaum ihr Privatleben offenbaren.

Der BITKOM-Präsident warnte vor zu viel Offenheit: Beispielsweise könnten frei zugängliche Partyfotos im Netz bei der Bewerbung um einen Job schaden. Zudem müssten Nutzer der oft werbefinanzierten sozialen Netzwerke damit rechnen, zielgruppenspezifische Werbung auf dem Bildschirm zu empfangen.

(18.06.2008 / Quelle: © 2008 AFP)