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18.06.2008 - Frankreich will hartnäckigen Raubkopierern das Internet sperren
Das Vorhaben beruht auf einer Vereinbarung mit der Musik- und Filmindustrie sowie der französischen Internetanbieter von November. Die Filtertechnik zum Aufspüren von illegalen Kopiervorgängen und deren Urhebern sollen dabei die Zugangsanbieter liefern. "Es gibt keinen Grund, warum das Internet eine rechtsfreie Zone sein sollte", erklärte der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy. Werde nichts gegen Raubkopien unternommen, werde es "eines Tages keine Neuschöpfungen mehr geben".
Kulturministerin Christine Albanel sagte zu Kritik an der notwendigen Überwachung des Internetverkehrs, es gehe nicht um das Ausspionieren der Computer-Nutzer. Es sei auch klar, dass sich das Problem der Raubkopien "nicht zu hundert Prozent beseitigen lässt". Ziel seien 70 bis 80 Prozent weniger Raubkopien. Laut Albanel sind die Franzosen "Nummer eins weltweit" beim illegalen Herunterladen Inhalte.
Im Gegenzug für die verschärfte Verfolgung von Raubkopierern soll nach einer Selbstverpflichtung der Industrie spätestens ein Jahr nach Einführung des neuen Systems der Kopierschutz für Musikstücke und Filme abgeschafft werden. Die Musik- und Filmindustrie versucht, ihre Stücke bisher durch ein System digitaler Lizenzen (DRM) zu sichern. Diese Schutzmechanismen werden aber immer wieder von Hackern geknackt und erweisen sich als weitgehend wirkungslos.
(18.06.2008 / Quelle: © 2008 AFP)



