News-Archiv
17.06.2008 - Keine Hinweise auf Gesundheitsgefahren durch Handy-Strahlung

Laut Studie ungefährlich: Handy-Telefonieren
Das BfS erklärte, jedenfalls bei einer Nutzungsdauer von weniger als zehn Jahren hätten Mobiltelefonierer kein erhöhtes Risiko etwa von Hirn- oder Augentumoren. Auch schnurlose Festnetztelefone oder im Schlafzimmer in Bettnähe platzierte Basisstationen steigerten das Hirntumorrisiko nicht. Mögliche längerfristige Folgen, vor allem für Kinder, seien aber noch ungeklärt und machten zügig weitere Untersuchungen sowie "auch weiterhin einen vorsichtigen Umgang mit drahtlosen Kommunikationstechniken erforderlich".
Gabriel betonte, in Teilen der Bevölkerung bestehende Befürchtungen zu Gesundheitsgefahren des Mobilfunks habe das breit angelegte Forschungsprogramm nicht bestätigt. So habe sich auch kein ursächlicher Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern unterhalb der geltenden Grenzwerte und gesundheitlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen nachweisen lassen. Insgesamt deckten sich die Ergebnisse mit denjenigen anderer wissenschaftlicher Projekte aus dem Ausland.
Das vom BfS fachlich betreute Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm mit insgesamt 54 Studien wurde seit 2002 vom Bundesumweltministerium und den Betreibern der Mobilfunknetze mit jeweils 8,5 Millionen Euro finanziert. Um die Wirkung elektromagnetischer Felder weiter untersuchen zu lassen, werde das Ministerium in Zukunft jährlich 500.000 Euro zur Verfügung stellen, kündigte Gabriel an. Die Unternehmen E-Plus, Telefónica O2, T-Mobile und Vodafone stellten gemeinsam insgesamt eine weitere Million dafür in Aussicht.
(17.06.2008 / Quelle: © 2008 AFP)



