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30.05.2008 - Wiefelspütz fordert Datenschutzkontrolle in der Wirtschaft

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Köln (AFP) - Angesichts der Spitzelaffäre bei der Deutschen Telekom hat der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, Maßnahmen zur Kontrolle des Datenschutzes in der Wirtschaft gefordert. Die Bürger könnten dem Staat vertrauen, "aber wir haben erhebliche Probleme in Teilen unserer Wirtschaft - Lidl und Telekom lassen grüßen", sagte Wiefelspütz dem "Kölner Stadt-Anzeiger (Samstagsausgabe). Es fehle zum Teil an einem Mindestmaß an Anstand und an Achtung vor Recht und Gesetz. "Deshalb werden wir den privaten Datenschutz in der Wirtschaft massiv thematisieren müssen." Es müsse Formen von Aufsicht und Kontrolle geben. "Man kann den Datenschutz der Wirtschaft offenbar nicht allein der Wirtschaft überlassen."

Der "Saustall Telekom" müsse ausgemistet werden, forderte Wiefelspütz gegenüber der Zeitung. Die Vertraulichkeit der Daten sei die Grundlage eines Telekommunikationsunternehmens. "Was die gemacht haben, ist in etwa so, als würde ein Nahrungsmittelhersteller Gift in Nahrungsmittel geben." Die Spitzelaffäre sei ein "unglaublicher Vorgang".

(30.05.2008 / Quelle: © 2008 AFP)