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17.05.2008 - Siemens-Ex-Vorstand wird angeblich Infineon-Interimschef

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Wucherer
Hamburg (AFP) - Nach einem möglichen Rückzug von Konzernchef Wolfgang Ziebart soll angeblich mit Ex-Siemens-Vorstand Klaus Wucherer erneut ein Übergangskandidat den krisengeschüttelten Chiphersteller Infineon führen. Das berichtet der "Spiegel". Wucherer sitzt schon seit acht Jahren im Kontrollgremium des einstigen Siemens-Ablegers, 2004 gab er den entscheidenden Tipp zur Berufung Ziebarts, wie das Magazin berichtet. Infineon steckt derzeit in einer schweren Krise und steht vor der strategischen Neuausrichtung.

Weiter heißt es, wenn der Aufsichtsrat Wucherers Berufung in der nächsten Sitzung Ende Mai zustimme, könne die geplante Personalrochade bald auch Siemens beschäftigen. Mit mehreren weiteren Topmanagern war Wucherer Anfang des Jahres aus dem obersten Lenkungsgremium bei Siemens ausgeschieden, damit Vorstandschef Peter Löscher eine neue, von Korruptionsvorwürfen unbelastete Führungsspitze einsetzen konnte. Im Gegenzug erhielt er von Siemens einen Beratervertrag.

Infineon steckt derzeit in einer schweren Krise und steht vor der strategischen Neuausrichtung. Unter anderem will das Münchner Unternehmen sich von seiner verlustreichen Speicherchip-Tochter Qimonda trennen. Allein im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres bescherte Qimonda dem Gesamtkonzern einen Verlust von rund 1,4 Milliarden Euro. Durch die Abspaltung der Speicherchip-Tochter könnte Infineon für Investoren interessanter werden. Neben dem möglichen Einstieg des russischen Investors Sistema wird derzeit auch über eine Fusion von Infineon mit der früheren Halbleitersparte des niederländischen Elektronik-Konzerns Philips spekuliert.

(17.05.2008 / Quelle: © 2008 AFP)