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15.04.2008 - Siemens findet Lösung für Abbau von 1200 Stellen in Telekomsparte

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München (AFP) - Siemens will von den 1200 vom geplanten Stellenabbau in der Telekomsparte Betroffenen 900 in eine Transfergesellschaft übernehmen. Den weiteren 300 Betroffenen sollten Vorruhestandslösungen angeboten werden, teilte der Konzern am Dienstag in München mit. Die in die Transfergesellschaft übernommenen Beschäftigten erhalten demnach über zwei Jahre 85 Prozent ihres bisherigen Gehalts und können sich dort fortbilden lassen. Der Konzern hatte Ende Februar angekündigt, von den weltweit 17.500 Stellen in der Telekomsparte 6800 abzubauen.

Im Zuge der Aufarbeitung des Korruptionsskandals räumte Siemens-Chef Peter Löscher in einem Brief an die 135.000 Beschäftigten des Konzerns offen "kriminelles Handeln" bei Siemens ein. Es sei klar, dass es aus der Mitte des Unternehmens "über längere Zeit unverantwortliches und wohl auch kriminelles Handeln gab", schrieb Löscher der "Süddeutschen Zeitung" vom Dienstag zufolge an die Mitarbeiter. Demnach appellierte Löscher an die Beschäftigten weltweit, die Antikorruptionsvorgaben von Siemens einzuhalten. Nur saubere Geschäfte seien nachhaltige Geschäfte.

(15.04.2008 / Quelle: © 2008 AFP)