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20.03.2008 - Telefonieren an Bord eines Flugzeugs erstmals erlaubt

Startender Emirates-Flieger
Die Passagiere von Emirates dürfen pro Flug bis zu sechs Anrufe tätigen, teilte Emirates mit. Auch das Senden und Empfangen von SMS ist möglich. Auch viele andere Airlines erproben derzeit ähnliche Systeme, bislang ist das Telefonieren aber nur versuchsweise möglich gewesen. Die größten deutschen Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin lehnen das Handytelefonieren im Flugzeug jedoch im Interesse der Ruhe an Bord ab. Grundsätzlich ist das Handy-Telefonieren im Flugzeug seit rund zwei Wochen auch in Deutschland erlaubt. Allerdings ist dafür eine spezielle Technik vorgeschrieben.
Die vorhandenen Techniken wie die von AeroMobil oder Konkurrent OnAir stützen sich dabei im Wesentlichen auf dasselbe Prinzip: Bei einem Telefonat im Flugzeug wählt sich das Handy in ein flugzeuginternes Netz ein. Von dort wird der Anruf in das jeweilige Handynetz des Nutzers weitergeleitet. Weil sich das Handy nur ins lokale Netz einwählt, sind die Sendeimpulse schwächer, weshalb auch keine Bordinstrumente gestört werden können. Die Anrufe sind nicht billig: Wie bei einem Anruf im Ausland werden für Anrufe über das fremde Netz genauso wie für ankommende Anrufe sogenannte Roamingkosten fällig.
Die Systeme funktionieren aber grundsätzlich nur in größeren Flughöhen, um sicherzugehen, dass es bei Starts und Landung nicht doch zu Störungen kommen kann. Im Regelfall erlaubt die Technik der Flugzeugbesatzung, die Handy-Nutzung zu regulieren. So kann das System etwa in Ruhephasen auf Langstreckenflügen so umgeschaltet werden, dass nur noch SMS, aber keine Gespräche mehr möglich sind.
(20.03.2008 / Quelle: © 2008 AFP)



