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19.03.2008 - Breitband-Versorgung wird in Europa immer dichter

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Brüssel (AFP) - Der Erfolg schneller Breitband-Internetverbindungen hält europaweit an. In Deutschland waren Anfang 2008 24 Prozent der Haushalte mit einem entsprechenden Anschluss versorgt, wie aus einem Bericht der EU-Kommission vom Mittwoch hervorgeht. Das waren fünf Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Im EU-Durchschnitt lag die Versorgung bei 20 Prozent, Spitzenreiter war Dänemark mit fast 36 Prozent.

Der Wettbewerb lässt laut Behörde zudem die Mobilfunkgebühren weiter bröckeln. So sank der Preis, den Mobilfunk-Netzbetreiber für das Durchstellen von Telefonaten auf ihre Handyanschlüsse verlangen, in Deutschland innerhalb eines Jahres bis Oktober 2007 von 11,38 auf 9,11 Cent. Der EU-weite Durchschnittspreis lag bei 9,67 Cents. Diese Gebühren machen den Großteil der Kosten für Verbraucher bei Telefonaten in Fremdnetze aus.

In einigen Mitgliedstaaten sind diese sogenannten Terminierungsentgelte laut Kommission allerdings schon deutlich billiger. So kostete die Weiterleitung in Zypern zur gleichen Zeit nur noch 2,06 Cents. Die für die Telekom-Branche zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding sagte dazu der "Financial Times Deutschland" (Mittwochsausgabe), um die tatsächlichen Kosten der Telefongesellschaften zu rechtfertigen, müsse dieser Tarif langfristig auf nur noch ein bis 1,5 Cent sinken. Sollten die in den Mitgliedstaaten zuständigen Regulierer dazu nicht bis Sommer "brauchbare Vorschläge" vorlegen, werde ihre Behörde selber aktiv werden.

(19.03.2008 / Quelle: © 2008 AFP)