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28.02.2008 - Gewinn der Telekom bricht um mehr als 80 Prozent ein
Die Telekom erreichte laut Obermann mit 19,3 Milliarden Euro einen stabilen bereinigten Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen. Den Umsatz steigerte die Telekom 2007 leicht um 1,9 Prozent auf 62,5 Milliarden Euro. Gute Geschäfte machte der Bonner Konzern vor allem im Ausland, wo der Umsatz um mehr als zehn Prozent zunahm. Trotz des geringen Nettogewinns will der Konzern seinen Aktionären dieses Jahr eine hohe Dividende zahlen: Sie soll 78 Cent pro Anteil betragen, womit der Konzern 3,4 Milliarden Euro ausschütten würde.
Ein wesentlicher Grund für das Erreichen der Ziele waren laut Obermann Einsparungen im Personalbereich von ingesamt 2,3 Milliarden Euro. Die Telekom hatte weite Teile des Services in eine eigenständige Gesellschaft ausgegliedert, wo die Mitarbeiter für weniger Gehalt länger arbeiten müssen. Zudem verließen 2007 laut Obermann über 14.000 Mitarbeiter den Konzern. Die Personalkosten sanken in Deutschland demnach um rund acht Prozent. Dennoch solle der Umbau des Konzerns, der noch 97.000 Mitarbeiter beschäftigt, auch in diesem Jahr fortgesetzt werden, kündigte Obermann an.
In der Festnetzsparte hatte die Telekom 2007 wie bereits im Jahr zuvor rund 2,1 Millionen Kunden in Deutschland verloren. Erfolgreich war der Konzern dagegen beim Verkauf von DSL-Anschlüssen. Die Zahl der Kunden wuchs hier im vergangenen Jahr um zwei Millionen auf mehr als neun Millionen. Damit schließt inzwischen wieder fast die Hälfte der DSL-Neukunden Verträge beim Ex-Monopolisten ab. Aufgrund der sinkenden Kundenzahlen und dem zunehmenden Trend zu Flatrates ging der Umsatz der Festnetzsparte T-Home aber um acht Prozent zurück. Im Auslandsgeschäft in Osteuropa dagegen stieg der Umsatz.
In der Mobilfunksparte T-Mobile sorgten der Tarif MyFaves und das iPhone von Apple für Zulauf. Rund 20 Prozent mehr Kunden als 2006 schlossen 2007 einen Vertrag bei T-Mobile ab, zusammen mit den Prepaid-Tarifen verzeichnete die Mobilfunksparte 4,5 Millionen neue Kunden. Der Umsatzrückgang in Deutschland konnte so gegenüber dem Vorjahr verringert werden, wie die Telekom hervorhob: 2007 ging der Umsatz in der Sparte um 2,7 Prozent zurück, im Vorjahr hatte das Minus noch 4,7 Prozent betragen. Im Ausland wuchs T-Mobile hingegen deutlich.
Erfolg im Ausland und rückläufige Geschäfte im Inland verbuchte auch die Geschäftskundensparte T-Systems. Im Ausland wuchs der Umsatz um 7,1 Prozent, im Inland dagegen ging er um zehn Prozent zurück. Auf der Suche nach einem Partner für die kriselnde Sparte ist die Telekom offenbar vorangekommen. Die Verhandlungen würden bereits in den kommenden Tagen oder Wochen abgeschlossen, kündigte Obermann an. Als mögliche Partner im Gespräch waren unter anderem der indische Konzern Tata und das US-Unternehmen Cognizant.
(28.02.2008 / Quelle: © 2008 AFP)



