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22.02.2008 - Schnellster ziviler Rechner in Jülich freigeschaltet

Forscher in Jülich
Der IBM-Supercomputer wird von Forschern aller Fachrichtungen für Simulationen genutzt. JUGENE soll unter anderem dabei helfen, die Galaxienbildung im Weltall und die Protein-Faltung in Zellen zu verstehen. Untersucht werden auch Schadstoffe im Boden, das Magma im Erdinneren und chemische Reaktionen in der Atmosphäre. In der Teilchenphysik und bei der Entwicklung von Evakuierungsszenarien erwarten die Wissenschaftler ebenfalls neue Erkenntnisse. Der Hochleistungsrechner verfügt über 65.536 Prozessoren und einen Hauptspeicher von 32 Terabyte.
Der Vorsitzende des Forschungszentrums Jülich, Achim Bachem, bezeichnete JUGENE als "weiteren Meilenstein für eine zukunftsfähige Forschung". "Wissenschaft und Wirtschaft brauchen Rechenleistung auf höchstem Niveau - die einen, um Spitzenforschung zu bringen, und die anderen, um Innovationen zu schaffen." Am Erwerb des rund 15 Millionen Euro teuren Superrechners waren neben dem Forschungszentrum Jülich das Land Nordrhein-Westfalen, das Bundesforschungsministerium und die Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt.
JUGENE ist der dritte Superrechner in Jülich. In der Rechnerhalle der renommierten Forschungseinrichtung haben auch seine Vorgänger JUMP und JUBL ihren Platz. Die drei Computer ergänzen sich dergestalt, dass für jede wissenschaftliche Simulationsaufgabe das passende Werkzeug zur Verfügung steht. Derzeit rechnen auf den Jülicher Supercomputern rund 200 europäische Forschergruppen.
(22.02.2008 / Quelle: © 2008 AFP)



