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21.02.2008 - Verdi fordert Deutsche Telekom zu Tarifverhandlungen auf

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Berlin (AFP) - Im Tarifkonflikt um die Servicefilialen der Deutschen Telekom hat die Gewerkschaft Verdi das Unternehmen zu weiteren Verhandlungen aufgefordert. "Ein akzeptables Angebot ist überfällig", erklärte Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder am Donnerstag in Berlin. Andernfalls werde die Tarifauseinandersetzung an Heftigkeit zunehmen. Verdi rief die Beschäftigten von bundesweit mehr als 30 ausgewählten T-Punkt-Filialen am Donnerstag und Freitag zu Arbeitsniederlegungen auf.

Der Aufruf sei ein klarer Hinweis an den Arbeitgeber auf die hohe Kampfbereitschaft der Belegschaft, sagte Schröder. Der Unmut sei enorm. Verdi fordert für die 5500 betroffenen Arbeitnehmer in den bundesweit 800 T-Punkten 6,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Telekom bietet nach eigenen Angaben drei Prozent mehr Lohn ab dem 1. April über eine Laufzeit von 20 Monaten sowie eine Einmalzahlung von 500 Euro.

Bezogen auf ein Jahr entspreche das Telekom-Angebot abgesehen von der Einmalzahlung 1,8 Prozent mehr Lohn, kritisierte Verdi. Diese Vorstellungen seien "absurd" und liefen angesichts der steigenden Preise auf massive Reallohnverluste hinaus, beklagte Schröder. Verdi fordert auch für die 6000 T-Mobile-Mitarbeiter 6,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der nordrhein-westfälische Verdi-Streikleiter Martin Wolff sagte dem Bielefelder "Westfalen-Blatt" vom Donnerstag, auch bei den Mitarbeitern von T-Mobile sei die Streikbereitschaft hoch.

(21.02.2008 / Quelle: © 2008 AFP)