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15.02.2008 - Behörden: Keine Sonderkonditionen für Nokia-Werk in Rumänien

Nokia-Werk in Jucu
Die Nokia-Unternehmensleitung hatte bekannt gegeben, dass das neue Werk von einer Gesetzesregelung in Rumänien profitiere, wonach in Industrieparks angesiedelte Unternehmen über einen Zeitraum von 30 Jahren keine Grund- und Gebäudesteuer entrichten müssten. In Jucu war am Montag das erste Nokia-Handy vom Band gelaufen, im Gegenzug soll das Werk in Bochum geschlossen werden. Nokia-Vizechef Juha Putkiranta begründete die neue Standortwahl damit, dass sich in der Nähe die wichtigsten Absatzmärkte in Osteuropa, Nahost und Afrika befänden. Als Hauptgrund für die Verlagerung gelten aber die niedrigeren Lohnkosten.
Nokia hatte im Januar überraschend angekündigt, sein Handy-Werk in Bochum zu schließen und nach Rumänien zu verlagern. Seit Wochen dauern deshalb wütende Proteste gegen die Entscheidung an. Mehrmals demonstrierten tausende Menschen in Bochum gegen die Schließung. Politiker riefen zum Boykott von Nokia-Handys auf. Das Land Nordrhein-Westfalen will mehr als 40 Millionen Euro an Subventionen von dem finnischen Konzern zurückfordern. Gespräche des Nokia-Betriebsrats mit der Unternehmensspitze in Finnland blieben bisher erfolglos.
(15.02.2008 / Quelle: © 2008 AFP)



