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15.02.2008 - Zumwinkel verspricht in Steueraffäre Zusammenarbeit mit Behörden

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Hamburg/Bonn (AFP) - Der wegen Steuerbetrugs in Millionenhöhe in Verdacht geratene Post-Chef Klaus Zumwinkel hat versprochen, bei der Aufklärung der Vorwürfe eng mit den Behörden zusammenzuarbeiten. "An der Aufklärung der Fragen zu meinen privaten Finanzverhältnissen werde ich mich aktiv beteiligen", sagte der Manager der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe). Zumwinkel war am Donnerstag von der Staatsanwaltschaft vernommen worden, weil er rund eine Millionen Euro Steuern über Stiftungen in Liechtenstein hinterzogen haben soll. Am Freitag bot er seinen Rücktritt als Postchef an.

Seinen Rücktritt vom Posten des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post AG bedauert Zumwinkel: "Ich wollte eine neue Ära einleiten, aber mit einem anderen Übergang, als es jetzt geschieht." Die Post sei aber hervorragend aufgestellt und der Vorstand werde den Konzern in eine neue Zukunft führen. "Ich vertraue voll auf die Kraft und Erfahrung der Kollegen", sagte Zumwinkel der Zeitung. Er trete in dem Wissen ab, dass das Unternehmen auf einem guten Weg sei. Der 64 Jahre alte Zumwinkel stand rund 18 Jahre an der Spitze der Deutschen Post.

Die Deutsche Telekom bestätigte unterdessen, dass Zumwinkel auch sein Aufsichtsratsmandat in dem Telekommunikationskonzern niederlegen wird. Zumwinkel habe die Mitglieder des Aufsichtsrates sowie den Vorstand darüber informiert, dass er in der nächsten Sitzung des Rates den Vorsitz des Gremiums sowie sein Mandat abgeben werde, erklärte der Konzern am Freitagabend. Vorstandschef Rene Obermann dankte Zumwinkel für seinen langjährigen professionellen Einsatz: "Klaus Zumwinkel hat die Entwicklung der Deutschen Telekom während seiner Zeit als Vorsitzender des Aufsichtsrates maßgeblich mitgestaltet."

(15.02.2008 / Quelle: © 2008 AFP)