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23.01.2008 - Nokia-Betriebsratschefin fordert Merkel zum Eingreifen auf

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Protest gegen die Werksschließung
Berlin (AFP) - Die Betriebsratschefin des Nokia-Werks in Bochum, Gisela Achenbach, will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um Hilfe im Kampf um den von der Schließung bedrohten Standort bitten. Sie wolle die Kanzlerin im persönlichen Gespräch von der Notwendigkeit und den Chancen eines Kampfes um die Nokia-Arbeitsplätze überzeugen, sagte Achenbach in einem Interview für ZDFonline. Merkel hatte Zweifel signalisiert, ob es gelingen werde, den Konzern zum Einlenken zu bewegen.

Die finnische Konzernspitze reagiere sehr empfindlich auf "negative Presse" und "Probleme mit der Politik", betonte dagegen die Gewerkschafterin. Daher müssten möglichst viele ranghohe deutsche Politiker nach Finnland reisen und die dortige Regierung unter Druck setzen.

Die Belegschaft in Bochum wolle auf jeden Fall weiterarbeiten, betonte Achenbach. Allerdings werde sie auch Protestaktionen veranstalten. So solle es auch am Donnerstag zur Veröffentlichung der Gewinnzahlen von Nokia Proteste geben.

Nokia hatte die Schließung des Werks überraschend in der vergangenen Woche angekündigt. Von der Schließung sind bei Nokia 2700 Mitarbeiter betroffen, hinzu kommen vermutlich tausende Leiharbeiter und Angestellte in Zulieferbetrieben.

(23.01.2008 / Quelle: © 2008 AFP)