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22.01.2008 - Nokia-Chef verteidigt geplante Schließung des Bochumer Werks

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Düsseldorf/Frankfurt (AFP) - Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo hat die geplante Schließung des Bochumer Werks verteidigt. Der Konzern habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, "aber ich glaube, dass sie richtig ist", sagte Kallasvuo dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte er: "Es fällt mir sehr schwer zu glauben, dass in den Gesprächen, die wir jetzt führen werden, neue Informationen auftauchen, die diese Entscheidung in Frage stellen." In Bochum seien rund sechs Prozent der Geräte produziert worden, der Standort habe jedoch bei den direkten Personalkosten mit rund 23 Prozent zu Buche geschlagen.

Der Nokia-Chef räumte der "FAZ" gegenüber ein, dass es in den ersten Tagen nicht gelungen sei, die Gründe für die Werksschließung zu vermitteln: "Das mag etwas 'kalt' gewirkt haben." Nokia wolle aber mit den Betroffenen nach Lösungen suchen. "Wir werden das in einer Art und Weise machen, die nicht mehr als 'eiskalt' empfunden wird." Dabei solle auch über Möglichkeiten geredet werden, wie Nokia sich in der Region Bochum engagieren könne. Seiner Sprecherin zufolge will Kallasvuo in der kommenden Woche nach Deutschland reisen.

Der Vorsitzende der Sozialdemokraten in Rumänien und frühere Außenminister Mircea Geoana warf deutschen Politikern vor, mit Blick auf die Verlagerung der Nokia-Produktion nach Rumänien einen "diskriminierenden" und "arroganten" Ton anzuschlagen. "Wir müssen für jeden gut bezahlen Arbeitsplatz kämpfen", sagte er bei einem Besuch in Cluj, wohin das Werk verlagert werden soll. Geoana rief die Politiker seines Landes auf, sich für die Nokia-Fertigung in Rumänien starkzumachen.

(22.01.2008 / Quelle: © 2008 AFP)