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07.10.2008 - AMD gewinnt arabischen Investor - Standort Dresden soll gestärkt werden

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Luftbild des AMD-Standorts Dresden

Luftbild des AMD-Standorts Dresden
Der Chiphersteller AMD hat einen neuen Investor für seine Fertigung finden können, u.a. auch für die beiden Dresdner Werke. AMD und Advanced Technology Investment Company (ATIC), eine staatliche Beteiligungsgesellschaft aus dem Emirat Abu Dhabi, gaben heute die Gründung eines neuen Halbleiterfertigungsunternehmens bekannt. Dieses hat seinen Hauptsitz in den USA und wird vorerst "The Foundry Company" heißen. Dabei hält ATIC 55,6 Prozent der Anteile, den Rest besitzt AMD. Mit dem finanziellen Engagement des arabischen Partners soll zum einen eine neue Fertigung im US-Bundesstaat New York mit 1.400 Mitarbeitern entstehen und zum anderen die Dresdner AMD Fab 38 bis 2009 zu einem modernen 300-Millimeter-Werk umgerüstet werden.

ATIC zahlt 700 Millionen US-Dollar an AMD. Außerdem fließen 2,1 Milliarden Dollar in die "Foundry Company", so AMD weiter. Der Investor habe darüber hinaus zugesagt, in den nächsten fünf Jahren 3,6 bis 6 Milliarden Dollar in das gemeinsame Fertigungsunternehmen zu stecken. "Heute ist ein großartiger Tag für uns in Dresden", kommentierte Dr. Hans Deppe, Geschäftsführer des AMD-Standortes Dresden.  "Mit der heutigen  Bekanntgabe wird Dresden zum Eckpfeiler eines neuen, weltweit aufgestellten Halbleiterunternehmens, und wir betreten ein spannendes neues Geschäftsfeld, für das wir exzellent aufgestellt sind."

Auch in der sächsischen Politik fielen die Reaktionen heute sehr positiv aus: Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk (SPD) begrüßte, dass das neue globale Unternehmen mehrere hundert Millionen Dollar für den Ausbau der FAB 38 in Dresden investieren wolle. "Das macht den Standort und die rund 2.800 hochqualifizierten Arbeitsplätze zukunftssicher. Ich bin zuversichtlich, dass das Unternehmen den neuen finanziellen Spielraum auch dazu nutzen wird, um weitere Forschungsprojekte umzusetzen. Wir werden auch dem neuen Unternehmen mit unseren Technologieförderprogrammen dabei zur Seite stehen", so der Minister.

Sowohl Jurk als auch Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) sehen in dem Engagement des Investors einen Beweis für die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Mikroelektronikstandorts Dresden, gerade auch im Vergleich zu Asien und Nordamerika. Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) verwies darüber hinaus auch auf die große Bedeutung, die der zügige Ausbau der Fab 38 für die sächsische Zulieferindustrie habe.


AMD (Advanced Micro Devices) ist ein weltweit tätiger Hersteller von integrierten Schaltkreisen für PC und vernetzte Computer sowie für Kommunikationsanwendungen. Am Standort Dresden betreibt AMD zwei Halbleiterwerke: In dem 300-Millimeter-Werk Fab 36 wird AMDs gesamtes Mikroprozessor-Produktfolio gefertigt. Das frühere 200-Millimeter-Werk Fab 30 wird derzeit in ein hochmodernes 300-Millimeter-Werk, zur Fab 38, umgerüstet, dessen Volumenproduktion im Laufe des Jahres 2009 hochgefahren werden soll. Hinzu kommen das Dresden Design Center - das europäische Zentrum der Produktentwicklung von AMD - und das Operating System Research Center, das künftige Generationen von Mikroprozessoren auf die Anforderungen modernster Betriebssysteme optimiert. In Dresden beschäftigt AMD etwa 2.800 Mitarbeiter.

(07.10.2008 / Quelle: saxxess.com / AMD / Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit / Landeshauptstadt Dresden / Bild: AMD)