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12.06.2008 - Chemnitzer Unternehmen schließt umfangreiches Migrationsprojekt für die Reisebranche ab

Software-Migration
So wickeln 500 Fluggesellschaften, mehr als 75.000 Hotels, 22 Autovermieter und rund 200 Reise- und Busveranstalter ihre Buchungen und deren Verwaltung über die von Amadeus zur Verfügung gestellten globalen Rechnersysteme ab. Auch Verkehrsverbünde, Bahnbetriebe und Fähranbieter gehören zu den Nutzern. In Spitzenzeiten realisiert Amadeus pro Sekunde mehr als 500 parallele Benutzertransaktionen.
Der rasant wachsende Markt stellte in der Vergangenheit aber immer höhere Anforderungen an die über Jahrzehnte entwickelten Programmsysteme und die dazugehörige Hardware. Aus diesem Grund startete Amadeus vor drei Jahren das Projekt "ARNO" (Application Relocation To New Operating System). Ziel war es, das in die Programme eingeschmolzene Know-how des Unternehmens zu erhalten. Gleichzeitig sollten Software und Hardware aber in eine moderne IT-Architektur überführt werden.
Zehntausende von Programmen und Dateien mit mehreren Millionen Programmzeilen können nicht "per Hand" übersetzt werden, es bedarf dazu ausgeklügelter wissenschaftlicher Methoden und Softwaretools. Und so wählte Amadeus "pro et con" als Projektpartner. Das vor 14 Jahren als Ausgründung aus der Technischen Universität Chemnitz entstandene Unternehmen realisierte in der Vergangenheit schon mehrere Migrationsprojekte, etwa bei Kunden wie MAN oder Cosmos Versicherung. "Das wissenschaftliche Fundament unser Firma baut unter anderem auf Ergebnissen auf, die während unserer Forschungsarbeiten an der TU Chemnitz auf dem Gebiet Programmiersprachen und Compiler entstanden", kommentiert Dr. Uwe Kaiser, einer der beiden Geschäftsführer.
Und Werner Teppe, Projektmanager bei Amadeus Germany, ergänzt: "Die Konvertierungswerkzeuge von pro et con entsprechen dem aktuellen, wissenschaftlichen Höchststand, sie erlaubten eine fehlerfreie Konvertierung mit hohem Automatisierungsgrad und waren damit eine wesentliche Voraussetzung für den Projekterfolg im geplanten Zeitraum und mit vorgegebenem Budget." Herausforderung bei dem mehrere Jahre dauernden Projekt war u.a., dass der aktuelle Betrieb ungestört weiterlaufen musste. Außerdem sei es notwendig gewesen, monatlich neue Programmversionen herauszubringen, um aktuelle Kundenanforderungen zu erfüllen, so Teppe weiter.
Die pro et con Innovative Informatikanwendungen GmbH aus Chemnitz ist in den Bereichen Analyse, Reengineering und Software-Migration tätig. Aktuell beschäftigt das Unternehmen13 Mitarbeiter, davon sind fünf Absolventen der Chemnitzer Universität. Auf dem Gebiet der Forschung arbeitet "pro et con" eng mit der Fakultät für Informatik der TU Chemnitz zusammen, insbesondere mit der Professur Informationssysteme und Softwaretechnik.
(12.06.2008 / Quelle: saxxess.com / Tu Chemnitz / Bild: pro et con)



