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15.04.2008 - Infineon streicht in Dresden 110 Arbeitsplätze weniger

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Logos Infineon AG und Qimonda AG

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Das Halbleiterunternehmen Infineon will am Standort Dresden weniger Stellen kürzen als bislang geplant. Bei Verhandlungen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat hat man sich darauf verständigt, dass statt 623 nun nur 513 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Das bestätigte Infineon-Sprecherin Diana Rulle heute gegenüber saxxess.com. Außerdem wolle das Unternehmen zusätzlich 30 Millionen Euro in die Modernisierung der Produktionsanlagen in Dresden investieren.

Im Dezember 2007 hatte Infineon angekündigt, mehr als 600 von insgesamt 2.300 Arbeitsplätzen in Dresden abzubauen. Der Grund dafür war, dass das Tochterunternehmen Qimonda einen Fertigungsauftrag für Speicherchips gekündigt hatte (saxxess.com berichtete). Dabei werden zu gleichen Teilen bei Infineon und Qimonda Stellen abgebaut, d.h. Leiharbeiter an die Zeitarbeitsunternehmen zurückgegeben. Da Qimonda jedoch nach wie vor den gleichen Arbeitskräftebedarf hat, sollen nun in den nächsten Wochen etwa 250 Mitarbeiter von Infineon zu Qimonda transferiert werden. Dabei gelten für sie weiterhin die gleichen Konditionen (wie Gehalt, Kündigungsfristen etc.), versichert Diana Rulle.


Die Infineon Technologies AG mit Sitz in Neubibach bei München bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket sowie für Anwendungen in der Kommunikation. Der Konzern ist an den Börsen in Frankfurt und New York notiert und beschäftigt weltweit rund 43.000 Mitarbeiter (mit Qimonda). Infineon unterhält in Dresden einen Produktionsstandort mit etwa 2.300 Beschäftigten, an dem Logikchips mit komplexer Fertigungstechnologie auf Basis von 200-mm-Siliziumscheiben hergestellt werden.

Die Infineon-Tochter Qimonda AG ist ein weltweit agierender Anbieter von Speicherprodukten mit einem breiten DRAM-Produktportfolio. Das Unternehmen verfügt insgesamt über rund 13.000 Mitarbeiter, kann auf fünf 300-mm-Fertigungsstätten auf drei Kontinenten zugreifen und betreibt fünf Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, wobei Dresden das unternehmensweit führende Forschungs- und Entwicklungszentrum ist. Am Standort Dresden sind zurzeit etwa 3.000 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen bietet DRAM-Produkte für eine Vielzahl von Anwendungen wie Computing, Infrastruktur, Grafik, Mobil und Consumer.

(15.04.2008 / Quelle: saxxess.com / Bild: Infineon AG / Qimonda AG)