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28.02.2008 - Leipzig will Potenziale des Online-Tourismus nutzen

v.l.n.r.: Rainer Schmidt-Renner (Unister), Prof. Klaus Bastian (HTWK), Moderator Dr. Helge-Heinz Heinker, Axel Möller (webres), Kristian Voigt (creative clicks) und LTM-Geschäftsführer Volker
Ein Kernthema der Podiumsdiskussion war insbesondere der zuverlässige, sichere und verbindliche Informationsaustausch (Workflow) zwischen den Online-Portalen und den eigentlichen Leistungsträgern, also beispielsweise Hotels, Verkehrsunternehmen oder Kultureinrichtungen. Zwischen 30 und 40 Prozent der Buchungen würden inzwischen online getätigt, so Axel Möller von der HTWK. Die Tendenz sei steigend. Die LTM konnte 2007 eine Verdreifachung ihrer Seitenaufrufe gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Damit werde ein Trend hin zu zeitlich und regional unabhängigen Kontaktwegen deutlich, betonte Kristian Voigt von creative clicks. Hinzu käme, dass vor allem flexible, individuell kombinierbare Produkte und Dienstleitungen nachgefragt würden, so Rainer Schmidt-Renner.
Diesem steigenden Potenzial des Online-Tourismus will man gerecht werden. Dazu müsse nach Aussage von Prof. Klaus Bastian vor allem das Netzwerk hinter den Online-Portalen enger geknüpft werden, um Zuverlässigkeit und Mehrwerte auf beiden Seiten zu erhöhen. Eine Möglichkeit sieht Axel Möller in der Verbindung mehrerer Systeme innerhalb eines zentralen Systems, welches dann entsprechend mehr leisten könne. Ein aktuelles Beispiel ist laut Volker Bremer die Initiative do-it-at-leipzig.de, ein Pool verschiedener Partner, die gemeinsam Leipzig als Tagungs- und Kongressstadt vermarkten. Die Diskussionsrunde war sich jedoch trotz aller Potenziale einig, dass noch Handlungsbedarf bei Sicherheit, Qualitätsgarantie und Pflege der Systeme besteht.
Das Leipziger Tourismusfrühstück wurde im April 1996 vom Leipzig Tourist Service, der heutigen Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM), ins Leben gerufen. Die monatliche Veranstaltung führt touristische Leistungsträger und interessierte Bürger zusammen, um in einer Podiumsdiskussion und in offener Gesprächsform tourismus- und standortrelevante Themen zu diskutieren. Mit daraus gewonnenen Impulsen wollen Entscheidungsträger schneller auf aktuelle Marktsituationen reagieren.
(28.02.2008 / Quelle: saxxess.com / Bild: saxxess.com)



