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14.12.2007 - "Solarvalley Mitteldeutschland" hofft auf Spitzencluster-Förderung des Bundes

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Laut Dr. Jörg Bagdahn, Leiter des Fraunhofer-Centrums für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle, würde die Forschungsförderung vom Bund die weitere Kostenreduzierung in der Solarzellenfertigung stark beschleunigen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Denn es bleibe eine Herausforderung für die Branche, photovoltaisch erzeugten Strom innerhalb der nächsten Jahre zu gleichen Preisen wie konventionellen Strom anzubieten. Um langfristig wettbewerbsfähig zu sein, gelte es auch, den Innovationsvorsprung zur asiatischen Konkurrenz auszubauen, fordert Bagdahn weiter. Deshalb nehmen die Ausbildung im Bereich Photovoltaik an den Hochschulen und die Qualifizierung von technisch-wissenschaftlichem Personal in der Region einen zentralen Platz im Spitzenclusterantrag ein.
Neben dem Fraunhofer CSP in Halle sind auch Forschungsinstitute und Hochschulen aus Halle, Erfurt und Dresden in den Antrag eingebunden. Aus der Industrie haben sich unter anderem Unternehmen wie ersol, QCells, PV Silicon, Roth & Rau, SolarWorld und VON ARDENNE an dem Antrag beteiligt. Photovoltaik-Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind mit eigenen Forschungsvorhaben eingebunden und präsentierten sich als geschlossene Branche am Standort Mitteldeutschland, lobt Bagdahn. Prof. Dr. Gerhard Willeke, stellvertretender Leiter des CSP und Koordinator des Photovoltaikbereichs am ISE, freut sich, dass das größte europäische Solarforschungszentrum Fraunhofer ISE als strategischer Partner in diese Aktivität eingebunden ist.
Aus den am 3. Dezember eingereichten Anträgen kommen zunächst 15 Kandidaten in die engere Auswahl. Das Ergebnis, welche Clusteranträge den Zuschlag erhalten, wird für Sommer 2008 erwartet. Mit dem Spitzencluster-Wettbewerb möchte das Bundesforschungsministerium (BMBF) Kooperationen aus Wissenschaft und Wirtschaft fördern und so Netzwerken Wettbewerbsvorteile verschaffen. Hierzu wurden gemeinsame Strategien formuliert, die an den Stärken der regionalen Branche ansetzen und ungenutzte Entwicklungspotenziale ausschöpfen sollen. Vorgesehen sind drei Wettbewerbsrunden in einem zeitlichen Abstand von etwa ein bis anderthalb Jahren. Pro Runde stellt das BMBF Fördermittel in einer Höhe von bis zu 200 Millionen Euro für bis zu fünf Spitzencluster zur Verfügung.
Für Klaus Wurpts, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative, ist Mitteldeutschland bereits die stärkste Solarregion Europas. Die Photovoltaik sei eine der wichtigsten Zukunftstechnologien für die Region. Die mitteldeutsche Solarbranche verfüge über die kritische Menge an Unternehmen und Forschungseinrichtungen und bilde die Wertschöpfungskette vollständig durch ortsansässige Unternehmen ab, beurteilt Wurpts das Cluster. Bereits seit 2001 initiiert und begleitet die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland Clusterprozesse in sechs Schwerpunktbranchen.
In der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen sowie Kammern und Städte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel, den länderübergreifenden Wirtschaftsstandort nachhaltig zu entwickeln und zu vermarkten.
(14.12.2007 / Quelle: saxxess.com / Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland / Bild: Fraunhofer-Centrum für Silizium Photovoltaik CSP)



