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27.06.2007 - Mobilfunkfelder in Sachsen liegen weit unter den Grenzwerten

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Mobiltelefonnutzung im Alltag

Mobiltelefonnutzung im Alltag
Dass die Mobilfunkfelder in Sachsen unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen, zeigen die Ergebnisse einer Messreihe, die der TÜV im Auftrag des Informationszentrums Mobilfunk e. V. (IZMF) und unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft durchgeführt hat. Gemessen wurde in 16 Kommunen an rund 80 Messpunkten im Land. Die Messergebnisse wurden gestern in Dresden im Rahmen der Auftaktveranstaltung der Informationsreihe "TÜV und IZMF stellen Mobilfunk auf den Prüfstand" präsentiert.

"Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir einen Beitrag für mehr Transparenz beim Thema Mobilfunk leisten. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich anhand der Ergebnisse ein detailliertes Bild über die Immissionen von Mobilfunksendeanlagen verschaffen. Und das vor allem dort, wo es die Menschen interessiert, in ihrer direkten Umgebung", erklärt Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des Informationszentrums Mobilfunk.

Die Experten vom TÜV-Nord nahmen deshalb vor allem die elektromagnetischen Felder im Wohnbereich und in der direkten Umgebung von Schulen und Kindergärten unter die Lupe. An den rund 80 Messpunkten in Sachsen ermittelten die TÜV-Ingenieure, dass die Immissionen an sämtlichen Messorten die in Deutschland gültigen Grenzwerte erheblich unterschreiten. An der überwiegenden Mehrzahl der Messpunkte wurden - selbst mit Hochrechnung auf eine theoretische Maximalauslastung der Anlagen - nur wenige Tausendstel der gültigen Grenzwerte ausgeschöpft.

Lediglich am Messpunkt in Limbach-Oberfrohna wurden 5 Prozent der erlaubten Strahlungsmenge gemessen. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass dieser auf eine Maximalauslastung hochgerechnete Wert im normalen Regelbetrieb nicht einmal erreicht wird, so Christian Bornkessel, Messexperte vom Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik in Kamp-Lintfort. Auch gesundheitliche Bedenken seien bei diesen Werten unnötig. "Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es derzeit bei derart geringen Feldstärken keinen begründeten Verdacht auf Gesundheitsrisiken", erklärt Dr. Matthias Otto von der gemeinnützigen Kinderumwelt GmbH in Osnabrück.

Im Rahmen der Ausstellung "Einfach mobil - wie Handy & Co. die Welt bewegen" werden die Messergebnisse vom 2. bis zum 7. Juli im O.D.C. Einkaufscenter am Otto-Dix-Ring vorgestellt. Darüber hinaus ist ein IZMF-Team vom 14. bis 18. August mit einer Road-Show in Sachsen unterwegs. Interessierte können sich hier rund um das Thema Mobilfunk informieren. Außerdem stehen die Messergebnisse und ihre Bewertungen aus technischer und biologischer Sicht sowie der TÜV-Bericht ab sofort auf der Internetseite des IZMF zum Abruf bereit.


Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde.

(27.06.2007 / Quelle: saxxess.com / IZMF / Bild: IZMF)