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20.06.2007 - Fehlerfreie Chipentwürfe als Forschungsziel: Chemnitzer Wissenschaftler erhalten fast 300.000 Euro Förderung

Prof. Dr. Peter Benner mit den Studierenden seiner Forschungsgruppe André Schneider, Susan Dürigen und René Günzel (v.l.)
Bei dem Projekt "Systemreduktion für IC Design in der Nanoelektronik" geht es um Schaltkreissimulationen für die Halbleiterherstellung. Sie werden zum Entwurf von Computerchips (so geannte Integrated Circuits - IC) benötigt. "Bevor ein Chip in die Produktion eingebaut werden kann, muss seine Funktion - also sein Schaltkreis - verifiziert werden. In unserem Projekt entwickeln wir eine Software, die den Entwurfchip durch Simulationen testet, so dass er nach Reduktion aller Fehlerquellen als Chip in der Produktion eines Industrieunternehmens eingesetzt werden kann", erklärt Prof. Benner das Ziel des ersten Projektes, das ab Juli für die Dauer von drei Jahren vom BMBF gefördert wird.
Das zweite Forschungsprojekt wird im Rahmen des EU-Forschungsprogramms "Marie Curie Industry Host Fellowships" durchgeführt. Die Forschungsergebnisse zur Simulation von Halbleitermodellen sollen dabei direkt in die industriell eingesetzte Simulationssoftware integriert werden. Potenzielle Abnehmer seien Unternehmen wie AMD, Infineon, NEC und Phillips. "Bei diesem Projekt arbeiten wir mit NXP, einer Tochterfirma von Phillips, zusammen sowie mit der TU Eindhoven und der TU Antwerpen", so Benner. Die Kooperation sieht einen gegenseitigen Wissenstransfer vor, so dass zu Anwendungen der Forschung auch an der TU Chemnitz Seminare angeboten werden können.
Neben den Simulationen von Halbleitermodellen umfassen die Forschungen der Professur für Mathematik in Industrie und Technik die Bereiche der Nanoelektronik und der Systemreduktion. Dr. Peter Benner, der seit Oktober 2003 leitender Professor ist, koordiniert von Chemnitz aus das gesamte Projekt.
(20.06.2007 / Quelle: saxxess.com / TU Chemnitz / Bild: TU Chemnitz (Christine Kornack))



