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13.03.2007 - Zwickauer Informatiker stellen MDSD-Projekt auf der CeBIT 2007 vor
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Das Ziel des Projektes MDSD ist die Vereinfachung der Entwicklung von komplexer Software. Die Modellgetriebene Softwareentwicklung (MDSD) ist eine Vorgehensweise zur rationellen, teilautomatisierten Softwareentwicklung auf der Basis formaler UML-Spezifikationsmodelle. Dabei werden formale, plattformunabhängige UML-Spezifikationen der Software in plattformspezifischen Code umgewandelt.
Durch die systematische Trennung der Spezifikationen von einer plattformabhängigen Architekturbeschreibung lassen sich deutliche Rationalisierungs- und Wiederverwendungserfolge erzielen, so die Zwickauer Forscher. Die gleiche MDSD-Plattform wird in drei Teilprojekten verschiedener Partnerunternehmen mit unterschiedlichem Inhalt eingesetzt: Telekommunikation/VoIP, mobile Anwendungen sowie E-Learning/Distance Learning. Dadurch sei es möglich, die Rationalisierungs- und Synergiepotenziale für unterschiedliche Programmierumgebungen und Unternehmenskulturen zu untersuchen und zu optimieren.
Viele Unternehmen trennen die Modellierung des fachlichen Problems von der Programmierung. Bei der Modellierung wird der Bauplan des Programms entwickelt, bei der Programmierung wird das Programm "gebaut". Die Trennung führt dazu, dass der Bauplan nur als Dokumentation betrachtet und häufiger von ihm abgewichen wird. Andererseits sind die Baupläne oft auch nicht vollständig und präzise genug, weil die Modelle nicht zeitnah überprüft werden können. Nach Aussage der Zwickauer Wissenschaftler werden diese Gefahrenquellen mit MDSD vermieden. Der Bauplan wird automatisch in den Programmcode überführt. Dadurch erhält der Entwurf einen höheren Stellenwert. Er muss sorgfältiger erstellt und frühzeitig überprüft werden. Die Programme halten sich an den Plan und seien weniger fehlerhaft. Das Modellieren werde somit zu einem Teil des Programmierens.
Die Westsächsische Hochschule Zwickau steht in der Tradition der 1897 gegründeten Ingenieurschule Zwickau. 1992 als Fachhochschule neu gegründet und um die Standorte Reichenbach, Schneeberg und Markneukirchen erweitert, bietet die Westsächsische Hochschule eine breit gefächerte Palette von Studienmöglichkeiten: Den Profilschwerpunkten Technik und Wirtschaft ordnen sich die Fachbereiche Maschinenbau und Kraftfahrzeugtechnik, Wirtschaftswissenschaften, Physikalische Technik/Informatik und Elektrotechnik zu. Die Fachbereiche Angewandte Kunst, Architektur, Gesundheits- und Pflegewissenschaften sowie Sprachen ergänzen das Studienangebot. Derzeit sind etwa 4.800 Studierende an der Hochschule eingetragen.
(13.03.2007 / Quelle: saxxess.com / Westsächsische Hochschule Zwickau / Bild: Westsächsische Hochschule Zwickau)



