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05.03.2007 - HTWK Leipzig zeigt "Plug and Play"-Technologie auf der CeBIT in Hannover

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Prof. Klaus Bastian und Prof. Klaus Hänßgen, beide Wissenschaftler des Fachbereiches Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften (IMN) der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig, stellen auch in diesem Jahr ihre Forschungsergebnisse auf der CeBIT vor. Auf dem Gemeinschaftsstand der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen "Forschung für die Zukunft" (Stand D04, Halle 9) präsentiert das Projekt-Team unter anderem "Universal Plug and Play".

Dabei handelt es sich um einen universellen Controller (vorstellbar als winzigen Computer), der in unterschiedlichste Geräte der Haustechnik, Informationselektronik oder Industrie eingebaut werden kann. Mit Hilfe von "Universal Plug and Play" können die Anwendungen, also beispielsweise Geräte, mit Computern kommunizieren, weil sie nun dieselbe Sprache sprechen.

Prof. Klaus Bastian erklärt es wie folgt: "Sie müssen es sich so vorstellen: Meine Waschmaschine zu Hause verfügt über einen solchen Baustein, ich sitze aber an meinem Arbeitsplatz an der HTWK Leipzig. Nun könnte ich von meinem HTWK-PC aus steuern, dass die Waschmaschine meine Wäsche wäscht. Ich kann nachschauen, ob sie schon fertig ist oder ob sie noch schleudert. Oder ich kann sie auch abschalten."

Die besondere Herausforderung sei dabei gewesen, eine sehr komplexe und Ressourcen verbrauchende Software auf einem Stück "Billigsilizium" zu implementieren. Dadurch werde es möglich, mit nur geringen Zusatzkosten technische Geräte über ein Netzwerk kommunizieren zu lassen. Der Baustein selbst ist kaum größer als ein Stück Würfelzucker, der gesamte Controller passt in eine Unterputzdose. Wie die Wissenschaftler betonen, erfolgt die Kommunikation über vorhandene Leitungen oder drahtlos. Der Installationsaufwand beschränke sich also auf diesen zusätzlichen Baustein und sei nicht mehr an Firmen und Hersteller gebunden. Ihre Vernetzung erfolgt automatisch über "plug and play", ihre Steuerung wird von der Mediencenter-Software des Computers aus geregelt.

In Hannover zeigt Andreas Kusow, Existenzgründer und Absolvent des Fachbereichs IMN, gemeinsam mit HTWK-Studenten, dass ein 8-Bit-Controller mit Ethernet-Anschluss ausreicht, um die Waschmaschine oder auch die Lichtstimmung in einem Raum zu steuern. Die vorherigen teuren Insellösungen seien mit diesem neuen Standard nicht mehr nötig.


Die HTWK Leipzig wurde im Juli 1992 gegründet und setzt eine lange Tradition technischer Bildungseinrichtungen sowie der mit der Buchstadt Leipzig eng verbundenen Lehrstätten für Bibliothekare, Buchhändler, Museologen und Polygrafen fort.

(05.03.2007 / Quelle: saxxess.com / HTWK Leipzig / Bild: HTWK Leipzig)