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10.07.2008 - IT-Experten für den Automobilbau: TU Chemnitz startet Masterstudiengang "Automotive Software Engineering"

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In Chemnitz wird an neuer Technik für "schlaue" Autos geforscht - zum Beispiel im interdisziplinären Forschungslabor "ESS-LAB", das unter anderem mit BMW kooperiert. Die Studierenden des neuen Studienganges sollen davon profitieren

In Chemnitz wird an neuer Technik für "schlaue" Autos geforscht - zum Beispiel im interdisziplinären Forschungslabor "ESS-LAB", das unter anderem mit BMW kooperiert. Die Studierenden des neuen Studienganges sollen davon profitieren
Moderne Automobile sind ohne Informationstechnologien nicht mehr denkbar. So besitzen sie beispielsweise mehrere Dutzend Mikroprozessoren. Diese kümmern sich um Fahrkomfort, Sicherheit und Leistung und bieten Funktionen wie das Antiblockiersystem oder Navigationshilfen. Branchenkenner schätzen, dass in Zukunft rund 90 Prozent aller Innovationen im Automobil aus der Informatik stammen werden. Als erste Universität in Deutschland bietet die TU Chemnitz ab Herbst 2008 einen Masterstudiengang "Automotive Software Engineering" an. Er basiert auf der langjährigen Erfahrung der Fakultät für Informatik im Bereich der eingebetteten Systeme, der in Chemnitz schon lange ein Schwerpunkt in Lehre und Forschung ist.

Der künftige "Master of Science", so der offizielle Grad, den die Studierenden erhalten, wird ein universell einsetzbarer IT-Experte sein. Neben Kenntnissen in klassischen Informatikbereichen wie Softwareentwurf, Anwendungsmodellierung oder Betriebssysteme, werden die Absolventen auch Fähigkeiten in Fächern wie Mechatronik, Robotik oder Regelungsentwurf besitzen. Das macht sie in vielen Gebieten einsetzbar. "Auch wenn der Studiengang Automotive Software Engineering heißt, so findet die Forschung natürlich nicht nur für den Bereich Automobil statt", erklärt Prof. Dr. Wolfram Hardt, Dekan der Chemnitzer Fakultät für Informatik, und ergänzt: "Vieles, was im Kraftfahrzeug anwendbar ist, gilt oft auch im Flugzeug, bei der Eisenbahn, der Schifffahrt, der Raumfahrt und in vielen anderen Bereichen der Transport- und Logistiktechnik." Entsprechend zeigen Industriepartner wie der Europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, die Daimler AG oder BMW bereits Interesse an den Absolventen des noch nicht einmal gestarteten Programms, so die Hochschule.


An der TU Chemnitz sind derzeit über 10.000 Studierende immatrikuliert. In Forschung und Lehre wird besonderer Wert auf Interdisziplinarität gelegt, so dass die Mathematik sowie die Ingenieur- und Naturwissenschaften eng mit den Wirtschaftswissenschaften wie auch den Geistes- und Sozialwissenschaften verknüpft sind.

(10.07.2008 / Quelle: saxxess.com / TU Chemnitz / Bild: TU Chemnitz, Uwe Meinhold)